[Review:] Red Rising von Pierce Brown

Liebe Leserinnen und Leser,IMG_20151221_125301

bereits Anfang Dezember übersandte mir der Heyne Verlag ein Buch, von dem ich nichts als Gutes gehört hatte: Red Rising von Pierce Brown.

Allein das Cover hat mich völlig begeistert und auch die Inhaltsangabe machte mich neugierig – auch wenn ich im Sci-Fi Genre in letzter Zeit eher weniger herum wandere.

Doch als ich das Buch aufschlag und zu lesen begann … da war es völlig anders als erwartet – und hat mich süchtig gemacht!

[Prädikat: Spoiler Frei!]

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Titel: Red Rising

Autor: Pierce Brown

Serie: Red Rising #1

Erschienen: 2015

Verlag: Heyne

Seiten: 576

Sprache: Deutsch

Status: Rezensionsexemplar

„Red Rising“ bei Heyne

Inhalt:

Darrow ist ein Roter und schuftet – wie alle Roten – in den Mienen des Mars. Er glaubt, der Menschheit damit einen großen Dienst zu erweisen und dafür zu kämpfen, dass die Oberfläche des Mars eines Tages bewohnbar wird. Doch Darrow irrt sich – und als die Wahrheit ans Licht kommt, bedroht dies nicht nur das Leben seiner Lieben sondern auch sein eigenes. Ist Darrow bereit, für Rache und Gerechtigkeit alles, was er kennt, aufzugeben? Ist er bereit, einer von ihnen zu werden?

Meine Meinung:

Red Rising hat mich völlig überrascht! Nachdem ich das Buch vor allem durch ein Video von Natascha von Tashapolis entdeckt habe (Video unten) war ich erst etwas skeptisch. Schließlich war ich kein großer Fan von allen Hunger Games Büchern und ein bisschen ausgelutscht ist das Dystopie Thema in der Art nun leider auch schon. Aber dann habe ich das Buch geöffnet und wurde von der ersten Seite an völlig hineingezogen! Das einzige, was mich davon abgehalten hat es schneller zu beenden, war – mal wieder – die Uni. Doch der Reihe nach.

Wir treffen auf Darrow, einen Mienenarbeiter auf dem Mars, der sich einen Ruf als Höllentaucher gemacht hat. Das sind die flinken Jungs mit den noch flinkeren Händen, die am besten arbeiten und am schnellsten sterben. Doch in den Mienen zu arbeiten ist Darrow und seiner Familie vorbestimmt. Denn er gehört zu den Roten, einer „Kaste“ von Menschen, die für das erschließen des Mars zuständig sind. Und sie alle glauben an dieses Schicksal, an die wichtige Rolle die sie in dem Prozess, die Marsoberfläche für die Menschen zu erschließen, spielen.

Doch eines Tages muss Darrow erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint: längst ist der Mars für Menschen erschlossen und die Roten werden als Arbeitstiere klein gehalten. Für Darrow bricht alles, woran er geglaubt hat, zusammen – und mit ihm auch sein Umfeld.

Schließlich, vom Schicksal gebeutelt, wird Darrow von den Söhnen des Ares IMG_20160216_185734aufgenommen, einer Gruppe von Männern und Frauen, die sich geschworen haben, die Goldenen – die oberste „Kaste“ – zu stürzen. Darrow, voll von Wut, Trauer und der dem Verlangen nach Rache, schließt sich ihnen an und infiltriert das Institut der Goldenen um sie von innen heraus zu zerstören. Die Frage ist nur – ist er stark genug? Und ist er wirklich der einzige?

Pierce Brown erschafft eine ganz eigene Welt und das vor allem mit Worten: sein Schreibstil passt sich der rauen Welt der Roten an und auch später, im Umfeld der Goldenen, bleibt er der delikaten Gratwanderung treu. Sprache kann hier Verrat oder sogar den Tod bedeuten.

Ich sehe, warum viele Leser das Buch mit den Hunger Games vergleichen. Aber meiner Meinung nach gibt es, neben dem bloßen Mechanismus der Hungerspiele, eindeutige Unterschiede, die mich Red Rising interessierter und begeisteter haben lesen lassen. Ständig eine neue Wendung, ständig das Auf und Ab der Gefühle, Freundschaft und Verrat, Liebe und Vergeltung, das Vergessen, das nicht-Vergessen. Katniss und Darrow kämpfen beide gegen ein Regime, doch Darrow tut dies auf eine drastischere Art und Weise.

Neben den sprachlichen und inhaltlichen Stärken glänzt Pierce Brown vor allen mit Charakteren. Eo, Darrow, Sevro, Mustang, Pax, Cassius – sie alle wirken lebendig, nicht zuletzt durch ihre Makel und Schwächen und der Gefahr, sterben zu können. Denn davor schreckt Pierce Brown fast genauso wenig zurück wie George R.R. Martin. Für jeden ist etwas dabei: der ungezähmte Darrow, Stratege mit einer Leidenschaft und Loyalität, die ihm nicht oft fast den Hals kostet; die starke Mustang, die nicht nur eine eiskalte Kriegerin und Strategin ist, sondern auch ein Mädchen, dessen wahres Gesicht wir wahrscheinlich noch immer nicht kennen. Und schließlich Sevro – ein Heuler, ein flinker, gewitzter Assasine, der sich nichts aus Namen macht und machen kann, manchmal vielleicht ein bisschen verrückt wirkt und doch irgendwie der ehrlichste von allen ist. Sie alle sind Goldene und sie alle verfangen sich in den Fäden aus Korruption, Macht, Gier und Rache.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, der sollte sich vor Augen führen, dass das Buch auch ein paar historische Seiten hat. Den cursus honorum zum Beispiel. Die Weltengesellschaft ist nach dem Vorbild der römischen Karriereleiter geformt und neben Prätoren und Imperatoren gibt es natürlich auch nach Göttern benannte Häuser, in die man einsortiert wird. Es ist also eigentlich eher eine Mischung aus Percy Jackson (mit Römern), den Hunger Games, Star Wars und/oder Star Trek.

Das Ende ist nicht weniger überraschend als viele der unerwarteten Wendungen im Buch selbst – und macht wahsinnig Lust auf mehr. So sehr, dass ich nicht weiß, ob ich mich bis zum Erscheinungstermin von „Red Rising – Im Haus der Feinde“ im Juni 2016 gedulden kann! 😀 Dafür war dieses Buch einfach zu fantastisch (und die Leseprobe zum zweiten Teil einfach zu Star Wars um widerstehen zu können!)

Rating: ☆☆☆☆

An dieser Stelle auch noch mal einen herzlichen Dank an Heyne für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars! 🙂

Habt ihr Red Rising gelesen? Oder seid ihr jetzt neugierig geworden? 😉 Lasst es mich wissen!

Eure Tabi ♥

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