[Let’s Talk:] Der Reading Slump

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

alle Jahre wieder … besucht mich der allseitsbekannte Reading Slump im HochsommerBooks June heim. Man ist fast mit der Uni durch, die Temperaturen steigen – vor allem in den Dachgeschosswohnungen – und auch der SuB steigt stetig an. Doch der Stapel der Gelesenen Büchern stagniert. Wir alle kennen ihn, viele haben schon einmal gehabt und fast jeder hat seine Tipps und Tricks um diese Leseflauten zu überstehen – so auch ich.

Was für mich eine Leseflaute ausmacht, wie sie zu Stande kommt, was man dagegen tun kann und was man vielleicht lieber lassen sollte – das und mehr wie immer nach dem Sprung! 😉

How To – Die Leseflaute

Drehen wir die Zeit ein paar Wochen zurück: es ist Ende Mai und ich liege in den letzten Zügen von „Six of Crows“, dass ich gerade wenige Tage zuvor begonnen hatte. Ich hatte immer noch das Gefühl mich noch ein bisschen von meinem „A Gathering of Shadows“ Lesehangover zu erholen und obwohl „Six of Crows“ eines der besten Bücher der letzten Jahre war, konnte ich ihn sich heranpirschen spühren – den Reading Slump. Und fast so Books June als hätte dieses lästige Phänomen diese Challenge angenommen war nach „Six of Crows“ auch erst mal Schluss. Zunächst schob ich es auf die fehlende Zeit und den Stress, der durch eines meiner Großprojekte, welches kurz vor der Durchführung stand. Meine Leseflauten sind also meist Stress bedingt oder fallen auf die Hausarbeiten-Zeit.

Doch auch nachdem dieses Event abgehandelt war und auch nach einer Woche Verschnaufpause kaufte ich nur Bücher anstatt sie zu lesen (s. Bild rechts, Bücher, die ich im Juni gekauft habe). Das Ende vom Lied: 0 gelesene Bücher im Juni, mittlerweile 5 hinter her in der Goodreads Challenge und diesen Monat in der SuB Abbau Challenge einzutragen muss ich mich auch erst noch trauen.

Was also in den letzten 1 1/2 Wochen folgte war das Suchen nach einer Lösung. Erst probierte ich ein bisschen rum, dann googelte ich und las ein paar Beiträge von den Bloggerkollegen zum Thema und schließlich stieß ich auf einen Post der Glamour (via Goodreads), der sich nicht unbedingt an Vielleser richtete, aber doch ein paar Tipps zum Thema „Ein Buch Beenden“ gab. Und überraschender Weise gab es hier ein paar neue Tipps – manche sagten mir zu, manche weniger – aber vor allem einer, der scheinbar überall auftaucht…

Trick oder Tricky?

Lesezeiten. That’s right! Einer der meist genanntesten Tipps in den Videos und Beiträgen, die ich gesehen habe, ist der sich eine bestimmte Zeit für das Lesen zu nehmen, beziehungsweise – wie einen regelmäßigen Termin im Kalender – sich Zeit dafür zu schaffen. Auch eine meiner Lieblingsbooktuber – Xtinemay – nannte dies in ihrem Video zum Thema wie man dem Reading Slump entkommt.

Bei diesem Trick frage ich mich, ob er nicht vielleicht eher ein bisschen tricky ist. Denn: natürlich nehmen wir uns Zeit für unsere Hobbys, für den Sport, für alles, was wir in unserer Freizeit gerne machen. Aber gerade wenn man in einem Reading Slump ist – wirkt sich dann das zwanghafte Lesen nicht eher negativ aus?

Christine Riccio (Xtinemay) hat in ihrem Video nun einschränkend gesagt, dass es sich hier lediglich um eine Lösung für Leute handelt, die durch mangelnde Zeit nicht zum Lesen kommen. Das hätte mir während der stressigen Phasen vielleicht geholfen – doch jetzt, wo ich wieder ein bisschen mehr Zeit habe und trotzdem keinen Appetit auf Bücher, da würde es mir sicherlich die Laune aufs Lesen noch länger verderben, wenn ich mich dazu zwingen müsste ein Buch zu lesen. Ein erstes Fazit ist also – wie so oft – dass nicht nur Geschmäcker, Leser und Bücher verschieden sind, sondern auch die Arten des Reading Slumps. Und für jeden gibt es die richtige Behandlung.

Ich für meinen Teil weiß zum Beispiel, dass es jetzt auf meine Hausarbeits-Zeit und danach direkt auf meine BA-Thesis Zeit zu geht. Da spare ich mir jede Unze Leselust für Unitexte auf. Das muss manchmal einfach sein.

Dazu kommt, dass ich für den Sommer noch nicht das richtige Sommersonnenwende-Buch gefunden habe. Ihr kennt dieses Phänomen vielleicht auch – im Winter liest sich Fantasy besser, im Sommer hänge ich eher dem Contemporary Genre an. Um diese Saison jedoch vollends einzuläuten fehlt es mir noch am Buch der Wende – ein Contemporary Buch, das mich mit voller Wucht in den Sommer katapultiert. Aber auch das werde ich (hoffentlich) in den nächsten paar Tagen finden. 🙂

In Case of Leseflaute, Try These

Last but not least – dieser Post wäre kein echter Leseflauten Post, wenn ich nicht auch noch ein paar von meinen Lösungen teilen würde. 🙂

Ähnlich wie bei meinen Current Reads fahre ich auch bei den Lösungen der Leseflaute mehrgleisig. Hier ein schneller Überblick meiner bisher erfolgreichsten Methoden:

In der Vielfalt liegt die Kraft. Mit Büchern ist es manchmal wie im echten Leben – man lernt sie kennen, aber irgendwie ist der Zeitpunkt nicht richtig und die Chemie stimmt einfach nicht. Da heißt es: weiterziehen. Der To-Read Stapel bietet sicherlich noch ein paar andere Schmuckstücke und selbst wenn es erst Buch Nummer 20 ist – irgendwann findet sich das eine, sie alle zu knechten, ins Dunkel zu … Moment, falsches Thema! 😉 (Aber ja, vielleicht ist auch „Der Herr der Ringe“ euer magisches Leseflauten-Finisher Buch).

Tapetenwechsel. Manchmal kann das ein neuer Ort zum Lesen sein, manchmal kann es das Umgestalten eures Bücherschranks sein. Manchmal ist es sogar die temporäre Abweichung auf ein anderes Medium. Und manchmal, ja manchmal schaut man einfach eine Serie nach der anderen und kommt dann frisch und bereit zu seinen geliebten Papierbibeln zurück. 🙂

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Ein Blick über den Zaun werfen. Eine meiner liebsten Beschäftigungen neben dem Lesen von Büchern ist das Lesen von Rezensionen. Bei Bloggerkollegen, Goodreads-Freunden oder in visueller Form bei Booktubern – ich mache mich vielleicht nicht immer bemerkbar, aber ich lese gern und oft Rezensionen.

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Sie inspirieren mich Gott sei Dank nicht immer NUR zum Bücherkauf, sondern auch oft genug ein Buch in die Hand zu nehmen und mich ihm zu widmen. Ihr wisst es vielleicht gar nicht – aber mit eurem Enthusiasmus habt ihr mir und bestimmt schon vielen anderen aus der ein oder anderen Leseflaute geholfen! 🙂

Was hilft, das hilft. Und das stimmt auch genau so. Wie oben erwähnt gibt es viele verschiedene Arten von Leseflauten und jeder empfindet sie anders oder vielleicht auch gar nicht. Am Ende ist alles erlaubt was hilft, außer eine Sache: Zwang. Denn das Lesen ist immer noch ein Genuss-Hobby und sollte nicht durch das Gefühl beeinträchtigt werden einer Goodreads Challenge nachzukommen, eine Quote zu erfüllen oder eine Rezension so schnell wie möglich abzuliefern. Es zählt – wie immer – der Spaß an der Sache! 🙂

 

~

Welche Tipps habt ihr bei einer Leseflaute parat? Sitzt ihr sie auch aus? Und verändern sich eure bevorzugten Genre auch je nach Saison?

Lasst es mich wissen!

Eure (in der Leseflaute befindliche) Tabi ♥

 

PSSSSST!

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7 Gedanken zu “[Let’s Talk:] Der Reading Slump

  1. Liebe Tabi, vor allem der letzte Tipp finde ich sehr wichtig. Oft zwinge ich mich ein Buch weiterzulesen, obwohl ich genau merke wir mir die Lust daran vergeht. Dann ich es manchmal einfach am besten zu denken „Stopp, vielleicht funktioniert es ein anderes Mal“. Um aus einer Leseflaute herauszukommen brauche ich das richtige Buch. Wenn sich keines auf meinem SuB finden lässt bestelle ich ein neues, hauptsache ich komme aus der Leseflaute wieder heraus. Manchmal geht das auch ganz schön schief und ich bestelle mir fünf Bücher, nur um dann festzustellen, dass das richtige Buch nicht darunter ist.
    Hoffentlich findest du bald dein geeignetes Sommerbuch und bekämpfst so die Leseflaute. Früher oder Später verschwindet sie immer und lässt einem mit dem Gefühl „Hilfe, welches Buch lese ich jetzt als nächstes? Es gibt so viele, ich will alle jetzt sofort lesen“ zurück.
    Liebe Grüsse
    Julia

    Gefällt 1 Person

    • Hihi, genau so erging es mir im Juni ;D – die Bücher kamen und kamen und wanderten ins Regal, gelesen wurde aber leider keins.
      Aber ich versuchs weiter und hoffe auf besagtes „Welches Buch lese ich als nächstes!“ Gefühl 🙂

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  2. Seitdem ich aufgehört habe an Leseflauten zu glauben, geht es mir viel besser und das Lesen läuft generell entspannter ab. Ich akzeptiere, dass es Phasen gibt, in denen ich sehr viel lese, ich dann aber auch mal ein paar Tage oder sogar Wochen wenig bis gar nicht lese. Beides ist ok, kein Grund zur Panik und gehört zum Leseleben dazu.

    LG
    Sabrina

    Gefällt 1 Person

  3. Hey,
    Ich habe seit Juni auch eine „Leseflaute“ wegen meiner Masterarbeit und jetzt musste ich mich wirklich zwingen wieder ein Buch in die Hand zu nehmen und habe gestern sogar 200 Seiten geschafft. Bei mir hilft der Zwang also wirklich und ich hoffe es wird wieder und ich kann dann wieder 10 Bücher pro Monat präsentieren. ^^
    Dir auf jeden Fall Glück und im COntemporary Genre kann ich dir gerne „to all the boys I loved before“ empfehlen. 😉 (ist zwar keine Sommergeschichte, dafür aber zuckersüß. 😀 )
    Liebe Grüße,
    Sarah

    Gefällt 1 Person

    • Ha, es gibt sie eben doch! Die Studenten-Leseflaute! (Da hätten wir doch schon mal eine Idee für einen literarischen PhD :D)
      10 Bücher pro Monat? Wow!! Was für eine Zahl! Gibt’s da bei dir reading habits oder liest du „einfach“ schnell? 🙂
      Thank you, Recommendations für Contemporary Reads kann ich immer gut gebrauchen! Vielleicht hast du ja Lust auch unter der selben Kategorie beim „English Books & Buddies“ Buchclub mitzumachen?
      Viel Erfolg mit der Masterarbeit!!

      Gefällt 1 Person

      • Hey, die Masterarbeit wird morgen abgeben, das heißt nur mehr Daumen drücken, das sie positiv ist. 😛 Und ja ich denke die Studentenleseflaute gibt es wirklich.

        Das mit dem Buchclub ist ein tolle Idee, aber ich lese meist irgendwie lieber alleine oder nur zu zweit. ^^ Ich muss mich nicht ständig austauschen beim Lesen und ich stresse mich dann immer zu sehr. Aber vl schaue ich mal vorbei.Ich habe aber echt schon lang nicht mehr an einer Leserunde teilgenommen. ^^

        Und ja, ich glaube, ich lese relativ schnell. 😀

        Liebe Grüße,
        Sarah

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