[Auf die Ohren:] Tom Chaplin & Tessa Violet

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,the-wave

im Zuge meiner Four Days of Blogging gibt es heute Station Nummero Duo – Musik!

Der Herbst birgt nämlich nicht immer nur tolle Buchreleases und die Buchmesse, sondern auch ein paar wunderbar, stimmungsvolle Alben! Heute möchte ich zwei meiner Favoriten genauer vorstellen und hoffe, dass sie euch auch ein bisschen durch die manchmal grauen, manchmal goldenen Herbsttage begleiten können. 🙂

Mehr zu Tom Chaplin und Tessa Violet gibt’s, wie immer, nach dem Sprung!

Tom Chaplin’s „The Wave“

Seit ihrer Gründung 1997 feierte die englische Indie/Poprock Band „Keane“ viele internationale Erfolge. Vor allem mit ihrem Debütalbum „Hopes and Fears“ aus dem Jahre 2004 brachten die drei englischen Jungs ihren unverwechselbaren Sound fast über Nacht in die Welt hinaus. Was folgte waren drei weitere Alben – „Under the Iron Sea“, „Perfect Symmetry“ und „Strangeland“ – welche gleichermaßen Selbstfindung, Neuerfindung und back to the roots der Band darstellten.

Signifikant für den Sound der Band war von Anfang an die Stimme von Leadsinger Tom Chaplin. Fast ebenso bekannt waren seine Probleme mit Drogen, welche u.a. zum Canceln der Nord-Amerika Tour 2006 führten. Doch Keane kämpfte sich immer wieder zurück, fand nicht zuletzt mit ihrem 2012 veröffentlichten Album „Strangeland“ wieder zu ihren Wurzeln.

Doch Sänger Tom verlangte es zusehends danach, eigene Texte zu schreiben, wie er kürzlich in einem Interview zugab. Daraus entstand nun sein erstes Soloalbum „The Wave“.

the-wave

Darauf hat er 11 Songs veröffentlich – auf der Deluxe Edition sogar 16 – welche eine Mischung aus Hoffnungslosigkeit, neuem Mut und Durchhaltevermögen sind. Denn nachdem der Sänger nach eigenen Angaben die längste Zeit clean war, verfiel er vor der Veröffentlichung seines Albums aus Angst wieder den Drogen – und starb dabei fast.

All diese Emotionen finden sich auf dem Album wieder. Mit „Quicksand“ zum Beispiel schrieb er einen Song für seine kleine Tochter, welcher davon handelt, dass die Welt und das Leben sie immer wieder versuchen würde unterzukriegen, aber dass er immer da sein werde um ihr dabei zu helfen alles wieder in Ordnung zu bringen.

But if you crashland in the quicksand
I will pick you up, I’ll pull you out
And if the world shakes
Your brittle heart breaks
We will patch it up, we’ll work it out

– Tom Chaplin, „Quicksand“

Mit „Still Waiting“ scheint ein wenig Resignation aber auch Versöhnung mit dem vergangenen Ich durch. Der Junge, der er einst war, ist immer noch ein „wandernder Geist“ und wird es vermutlich auch immer sein. Auch „See It So Clear“ schlägt einen ähnlichen Ton an, handelt von Einsamkeit und dem Schatten dieser, dem er irgendwann einfach ein Zuhause gegeben hat.

Und schließlich sind da die Lieder, die fast kämpferisch wirken. „Bring the Rain“ zum Beispiel, in dem es darum geht, dass zwar ein Sturm aufzieht und man die dunklen Wolken auf sich zukommen sieht, doch irgendwo gibt es immer ein kleines bisschen Hoffnung, irgendwie wird es sich immer lohnen diesem Gewitter entgegenzustellen – denn am Ende erwächst daraus auch wieder Neues.

So bring the rain
Flood the skies
‚Til the earth
Is fit to burst
Springing into life

– Tom Chaplin, „Bring the Rain“

Alles in allem ist es ein sehr, sehr emotionales Album geworden, welches immer noch den typischen Keane Klang hat, doch noch einmal ein bisschen persönlicher wirkt, eine Geschichte erzählt und einen in allen Lebenslagen begleiten kann. Tom Chaplin hat sein Herz in diesen Songs offen gelegt und damit nicht nur das perfekte Herbstalbum, sondern auch ein klein wenig Poesie geschaffen. ♥

*

Tessa Violet’s „Halloway“

Ebenfalls im Oktober diesen Jahres ist Tessa Violet’s zweite EP „Halloway“ erschienen.

Die Sängerin ist manchen vielleicht noch ein Begriff als eines der beiden Mädels, die 2011 mit einem inoffiziellen Video zu Awolnation’s „Sail“ mittlerweile über 230 Millionen YouTube Aufrufe erzielten.

2014 dann veröffentlichte Tessa Violet ihre erste EP „Maybe Trapped, Mostly Troubled“ an die sich auch eine Living Room Tour in Amerika anschloss. Bereits in diesem Album setzte sich Tessa’s sehr eigener Stil und ihre eigenen Texte, die sich mit Liebe, Verlust und Angst beschäftigen.

Mit „Halloway“ hat sie nun eine EP heraus gebracht, die zwar nur fünf Songs enthält, bei denen jeder einzelne jedoch ein Voltreffer ist! Ihr erste Single-Auskopplung „Dream“ ist, wie der Name schon sagt, ein atmosphärischer Song, der von Liebe handelt und von einem Traum über jene. Ähnlich wirkt auch das Video zum Song:

Mit „Not Over You“ geht es dann wieder zu einem schnelleren Song, mehr up-beat und glücklich, auch wenn das Lied davon handelt noch nicht über jemanden hinweg zu sein. Trotzdem schafft sie es damit einen Happy-Ohrwurm zu schaffen, der einem den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf geht!

Violet veröffentlicht neben ihren offziellen Musikvideos manchmal auch Acoustic Versionen ihrer Songs auf ihrem YouTube Kanal, die vielen Liedern noch einmal eine ganz andere Nuance geben und zeigen, dass sie wirklich eine große Vielfalt an Stimmungen bieten kann.

Ihre beiden Alben könnt ihr euch auf Spotify anhören, manche Songs sind aber auch auf ihrem YouTube Kanal Tessa Violet zu finden. Hört mal rein – auch Tessa Violet ist für mich ein Herbst-Geheimtipp! 🙂

*

Das waren also meine beiden musikalischen Tipp für den Leseherbst! Neugierig geworden? Wie gefallen euch Tom Chaplin und/oder Tessa Violet?

Lasst es mich unbedingt wissen!

Eure Tabi ♥

 

 

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