[Tabi und Julias Wort zum Sonntag]: Cover Klischees

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Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen zu Volume 3 von „Tabi und Julias Wort zum Sonntag“! Diesmal widmen wir uns ein weiteres Mal dem Thema „Klischees“ – heute in einem humoristischen Artikel zum Thema „Cover Klischees“. Was ein Grundkurs in Anatomie und unsere Traummänner mit Blaubeersträuchern damit zu tun haben – das seht ihr – wie immer – nach dem Sprung! 🙂

Volumen III: Cover-Klischees

I. Für jedes Körperteil ist was dabei

Ein schöner Rücken kann auch entzücken. Besonders im YA Genre ist dieses Mantra bei der Cover Auswahl zu einem der Standards geworden. Im Englischen ist es hierbei sogar noch ein bisschen schlimmer als im Deutschen. So beispielsweise führe man sich einmal die Cover der „Die For Me“ Reihe von Amy Plum zu Gemüte: auf jedem Band der Trilogie befindet sich das gleiche Mädchen, in variierenden Kleidern, aber man sieht sie immer nur von hinten. Im deutschen haben die Bücher nicht nur einen vollkommen anderen Namen – dazu später mehr – sondern sind auch ohne jegliche weiblichen Züge auf dem Cover gestaltet. Welchem könnt ihr hier mehr abgewinnen?

Ein Beispiel für die „Bringing Sexy Back“ Action findet sich aber auch bei Libba Bray, hier sogar noch einmal verstärkt. Ihre Trilogie „Der Geheime Zirkel“ ziert auf zwei der englischen Cover ebenfalls ein hübscher Rücken (wahrscheinlich Gemmas): „A Great and Terrible Beauty“ sowie „The Sweet Far Thing“. Im deutschen zierten die Cover der Bücher meist das Gesicht eines Mädchens – da sind wir anatomisch schon einen Schritt weiter – wurde aber im Zuge des neuen Cover Designs von DTV auch wieder in die Rückseite eines Mädchens geändert. Bringing Sexy Back eben. Literally.

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Allein dieses Beispiel zeigt, wie viel man sich von Verlagsseite aus von Mädels auf dem Cover verspricht. Und hier hört der Spaß noch lange nicht auf!

Seid ihr zum Beispiel Fans von Augen? Wie wäre es mit den englischen Covern zu „Shatter Me“ von Tahereh Mafi (die übrigens zusammen mit Ransom Riggs ihr erstes Kind erwartet, congrats!) oder dem deutschen Cover zu Carrie Jones „Verräterisches Gold“? Das reicht euch nicht? Dann helfen wohl nur noch sämtliche Werke von Julie Kagawa! Oder „Erebos“ von Ursula Poszanski oder „Die Tribute von Panem“ Bücher von Suzanne Collins, oder…

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Ihr wollt aber doch lieber riesige Ballkleider und eine zugegeben merkwürdige Pose auf dem Cover? Da kann euch Kiera Cass mit „The Selection“ helfen – im Deutschen wie im Englischen.

Oder wollt ihr doch lieber, dass euch ein hübsches Gesicht vom Cover anstarrt? Lauren Oliver hilft da gern weiter! „Requiem“ guckt euch in einer vollendeten Mischung aus Schmollmund und Vorwurf an. Yay?

Fakt ist: für jeden ist hier etwas dabei. Und falls ihr von diesem wirklich winzigen Überblick noch nicht genug habt, dann schaut doch mal beim Blogpost „Trends in Young Adult Book Cover“ (http://www.jillianaudreymelnyk.com/trends-in-young-adult-book-covers/) vorbei. Der ist nämlich fein säuberlich nach Körperteilen sortiert – der Traum eines jeden Krimi Autors, hehe.

II. Autoren, Gleiche Cover-Klischees

Ist es eine Fortsetzung? Ein Sequel? Oder erzählt die Autorin die Geschichte eines Nebencharakters? Nichts von alldem: Der Autor oder die Autorin hat nur ein neues Buch herausgebracht, welches nichts mit den anderen Büchern zu tun hat! Jojo Moyes Bücher gleichen sich aufs Haar, weshalb es bei mir schon vorkam, aus Versehen wie Exemplare des gleichen Buches zu kaufen. (Ich gebe eindeutig dem Buch und nicht mir die Schuld :D). Moyes greift zwar nicht auf weibliche Körperteile zurück, aber dafür auf schwarze Schattierungen, ihren Namen ganz deutlich auf dem Cover und im unteren Bereich findet sich oft eine Wiese, Weg oder Strasse. Man erkennt auf einen Blick: Das ist von Jojo Moyes.

Aber auch die anderen Autoren bleiben nicht verschont. John Greens Bücher haben je nach Auflage alle einen blauen Hintergrund mit weisser Schrift. Lori Nelson Spielman scheint nur mit Farben zu variieren und Lucy Clarkes Bücher sehen selber immer wie ein kleines Geschenk aus. Mal mit Regentropfen, mal mit weiss blauen Linien. Die Bücher haben meistens nichts miteinander gemeinsam, ausser der Person, von der sie geschrieben wurden. Es ist zwar toll, wenn man gleich auf den ersten Blick feststellt: Das hat doch XY geschrieben! Aber auf der anderen Seite verliert man so schnell den Überblick und es ist eintönig. Wie schon erwähnt ist diese Eintönigkeit bei Jojo Moyes sehr auffallend. Hat man das Buch bereits gekauft? Oder war das doch ein anderes? Wir Bücherwürmer kennen unser Bücherregal in und auswendig, aber bei solchen ähnlichen Covern kommen selbst wir ins Schwitzen.

Bei Buchreihen sieht das Thema wieder etwas anders aus. Hier sind ähnliche Cover mehr als willkommen. Es muss nicht alles genau gleich aussehen, aber derselbe Schriftzug und ähnliche Motive sind wünschenswert. Wie sollte man sonst erkennen, zu welcher Reihe das Buch gehört? Jennifer L. Armentrout hat die Covergestaltung bei der Lux-Reihe sehr schön gelöst. Die Cover unterscheiden sich nur leicht durch den Farbton und passen zu den jeweiligen Untertiteln wie „Schattendunkel“ oder „Schattenschimmer“. „Oblivion“, die Geschehnisse von „Obsidian“ aus der Sicht von Daemon, ist heller und trägt den Untertitel „Lichtflüstern“. So sieht man sofort, dass die Bücher zusammen gehören, aber sie sind doch unterschiedlich.

Bei Buchreihen ist es also mehr als willkommen, wenn sich die Cover ähnlich sehen und Ähnlichkeiten aufweisen. Verwirrend wird es aber, wenn ALLE Bücher des Autors gleich aussehen. Wenn dieser dann noch eine Reihe herausbringt, wird es besonders kompliziert! Diese Eintönigkeit und fehlende Vielfalt ist auf Dauer langweilig. Oder habt ihr etwa Lust, in jeder Buchhandlung dasselbe Buch zu sehen? Ich denke wohl eher weniger. Deshalb liebe Verlage und Covergestalter: Bei Reihen machen ähnliche Cover Sinn, aber bei allem anderem sollte man sparsam mit den ähnlichen Motiven umgehen.

III. Übergroße Schrift

(Warnung: der folgende Abschnitt enthält den willentlichen Missbrauch der Capslock Taste)

HABEN SIE AUCH MANCHMAL DAS GEFÜHL, DASS IHR BUCH ZU WENIG AUFMERKSAMKEIT IN DER BUCHHANDLUNG BEKOMMT??? SIND SIE AUCH GELANGWEILT VON JUNGEN FRAUEN AUF DEM COVER??? WOLLEN SIE ANDERS SEIN???

DANN VERSUCHEN SIE ES DOCH MAL MIT CAPSLOCK!!! DIE INNOVATION FÜR ANSPRECHENDE COVER!!!

Tjaja, so manches Mal sticht ein Buch heraus, weil man schon von der Eingangstür des Buchladens seines Vertrauens sehen kann, welches Buch ganz hinten links in der zweiten Reihe des Regals ganz oben steht. Beliebte Beispiele für die übergroße Schrift als Coveridee sind die englischen Cover der „Anna and the French Kiss“ Reihe von Stephanie Perkins – die zugegebenermaßen viel, viel besser sind als die Cover davor! – oder das Buch – tiefer Atemzug! – „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei sagen sie“. Zugegeben, der Titel von letzterem ist so lang, man hat in der Redaktion wahrscheinlich so lange daran rumprobiert den Titel ansprechend und passend auf das Cover zu basteln bis man sich einfach sagte: „Vergessen wir’s. Kürzer wird’s nicht“. Dass dieses Phänomen aber keinesfalls auf lange Titel beschränkt sein muss, zeigen die Bücher von Dan Brown. Von seinen Cover brüllen uns griffige Titel wie „INFERNO“, „METEOR“ oder „ILLUMINATI“ entgegen. Hier allerdings passen die Cover meist auch zum Inhalt, da es sich bei Dan Brown um einen Mystery/Thriller/Krimi Autor handelt. Da darf es uns ruhig ein bisschen mulmig werden, wenn uns der Titel halb erschlägt.

Auch bei John Green, bereits oben erwähnt, nimmt gerne mal die große Schrift den gesamten Platz auf dem Cover ein. Ob diese CAPSLOCK TITEL nun aus der Not der Länge heraus geboren werden, einfach nur Aufmerksamkeit erregen sollen oder – wie bei John Green – ohnehin keine weitere Hilfestellung zum erfolgreichen Verkauf bereitstellen müssen liegt wohl im Auge des Betrachters. Was denkt ihr?

IV. Frauenromane aka pastellfarbene Ferien mit Früchten

Auch diese Romane erkennt man auf einen Blick. Diese typischen Frauenromane, die in Italien am Meer spielen oder mitten in Rom. Oder aber die Protagonistin besucht die Stadt der Liebe in Frankreich. Diese Romane haben nicht nur das Reisefieber gemeinsam, sondern auch das Cover. Pastellfarbene Töne, eine Frau, meistens in einem wunderschönen Kleid, steht auf einem Balkon mit Blick auf das Meer, die Seine oder den Eifelturm und ringsherum schlängeln sich die Blumen. Vielleicht schlürft besagte Frau gerade einen Kaffee mit ihrem neuen Traummann, weshalb sie auf dem Cover fehlt und man nur sich rankende Blumen, das Meer oder den Eifelturm vor sich sieht. Beispiele gefällig? Lucinda Riley oder Nora Roberts.

Nicht nur das Reisen ist hoch im Trend, sondern auch die gesunde Ernährung. Die moderne Frau, die gerne reist, sollte auch liebend gerne Früchte essen. Darauf schliesst man bei den pastellfarbenen Büchern, auf denen auch Früchte und Gemüse zu sehen. Die Protagonistin scheint wohl sehr auf ihre Ernährung zu achten und isst auf ihrem Trip nach Frankreich oder Italien jede Menge Früchte. Beispielsweise bei Mary Simses und ihren Blaubeeren. Der Titel lässt zwar darauf schliessen, dass die Blaubeeren wirklich eine bedeutende Rolle im Buch spielen, aber trotzdem geht das Cover in den ganzen pastellfarbenen Landschaften und Früchteschalen etwas unter. Und seien wir mal ehrlich, wenn wir in die Ferien gehen, sieht die Welt dort weder pastellfarbig auch, noch wartet unser Traummann mit einem Blaubeerstrauch auf uns.

VI. Mysteriöse Zeichen im Titel

Wie kreativ! Das „P“ in Harry Potter ist mit einem Blitz versehen! Sowas müssen wir auch machen! Dachten sich die Verlage und fingen fleissig an, die Titel der Bücher mit speziellen Features aufzupeppen. Bei Ally Condies „Cassie & Ky“ Reihe zeigen einzelne Buchstaben plötzlich in die andere Richtung (Gegen den Strom schwimmen, Leute!), bei Fantastic Beasts and where to find them wird das „S“ plötzlich selbst zum Biest und bei „Die Rebellion der Engel“ wird das Wort Engel ganz besonders betont, um ja allen klar zu machen: Hier geht es um ENGEL! Bei der Twilight Saga wird das „Biss“ auch ganz besonders betont, weil die Leser aufgrund des Klappentextes bestimmt noch nicht erraten haben, dass es im Buch um Vampire und Werwölfe geht und es bestimmt nicht mühsam ist zu sagen „Was ich momentan lese? BISS zum Morgengrauen!“. Von Fantasybüchern will ich gar nicht erst anfangen. Wie oft wird dort ein „O“ durch ein mystisches Zeichen und das „T“ durch ein Schwert oder einen Dolch ersetzt? Manche belassen es aber nicht einfach bei einem schlichten Schwert statt ein T, manche zieren ihre gesamten Bücher damit. Beim Autor Bernhard Hennen werdet ihr wohl kaum auf ein Buch stossen, dass kein gigantisches Schwert im Hintergrund hat. Das riesige Schwert ersparte ihm es dann auch, das „T“ durch genauso eines zu ersetzen.

Exkurs: Aus dem Englischen ins Deutsche oder WHAT THE VULTURE?!

Auf so einem Cover sind ja nicht nur immer die gleichen Schnörkel oder verschiedene Körperteile, übergroße Schrift oder Schwerter als Buchstabenersatz zu sehen – nein, meist stehen auch Autor und Titel darauf. Und wo wir in diesem Beitrag hier schon einmal die Verwandlung vom Englischen ins Deutsche angesprochen haben, folgt hier noch ein kleiner Exkurs zu Buchtitelübersetzungen vom Englische ins Deutsche.  Dazu haben wir euch hier mal die Top 3 der „WHAT THE VULTURE?!“ würdigen Titelübersetzungen zusammen gesucht: (Wer an dieser Stelle lieber einen Abschnitt zum Thema „Vom Englischen zum Deutschen Cover“ lesen möchte – Anna von Ink of Books hat hierzu einen wunderbaren Beitrag geschrieben!)

Platz 3: „A Great and Terrible Beauty“ = „Gemmas Visionen“

Zugegeben – „schlecht“ sind die Übersetzungen für diese Buchreihe nicht. Aber leider nehmen sie den einzelnen Bänden ziemlich viel vorweg. Sind die englischen Titel mit „A Great and Terrible Beauty“, „Rebel Angels“ und „The Sweet Far Thing“ nicht nur sehr poetisch, sondern auch eher subtil mit dem Inhalt verbunden, sind die deutschen Übersetzungen – alle überschrieben mit „Der Geheime Zirkel“ – mit „Gemmas Visionen“, „Circes Rückkehr“ und „Kartiks Schicksal“ teilweise ganz schöne Spoiler! Natürlich ist es schwierig da auf Deutsch einen ähnlich poetischen, ähnlich abstrakten Titel hinzufegen, aber hier hätte es bestimmt auch ein paar weniger vorwegnehmende Varianten gegeben.

Platz 2: „Die For Me“ = „Von der Nacht verzaubert“

Okay, okay. Es ist eine romantische Geschichte, die Amy Plum uns da erzählt. Und ja, irgendwie ist das auch ein echt schöner Titel. Aber leider verharmlost er auch ein wenig das, was in den Büchern passiert. „Die For Me“ mag zwar dramatisch klingen, aber es ist auch eine ziemlich dramatische (Back)Story. Leider mutet es da im Deutschen eher an, dass die dramatische Story (die durchaus mit dem Wort „DIE“ zu tun hat) die Protagonistin verzaubert. Schwierig.

Platz 1: „Darkfever“ = „Im Reich des Vampirs“

Als Karen Marie Moning anfing über Jericho Barrons zu schreiben, da wusste noch keiner so recht, was genau dieser geheimnisvolle Mann mit dem Buch- und Antiquitätenladen in Dublin wirklich war. MacKayla Lane, unsere blonde, pink tragende Protagonistin grübelte. Die Leserschaft grübelte. Nur nicht beim Ullstein Verlag – hier war man sich ABSOLUT SICHER!!!!, dass in den Nachwehen der Twilight Manie nur eine einzige Sache in Frage kam: VAMPIR!!! Nun möchte ich an dieser Stelle den Büchern von Moning – die unter anderem verschiedene Feenvölker featuren – nichts vorweg nehmen, aber so sehr man auch sucht: man findet in diesen Büchern (!) nicht. Einen. Einzigen. Vampir. Null. Nada. Niente. Nonno Vampiro.

Trotzdem lief die halbe Reihe unter Titeln wie „Im Bann des Vampirs“ oder „Im Reich des Vampirs“. Vielleicht riet man bei Ullstein einfach munter mit, was Jericho Barrons nebenberuflich machte. Oder man sprang eben auf den Vampirhype auf. Nicht zu verdenken – aber irgendwie auch ein kleines bisschen peinlich…

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Epilog: Unsere Hall of Fame

Nun wollten wir uns zum Abschluss dieses Beitrags auch noch einmal den schönen Dingen widmen. Denn entgegen der Trendwende im Buchgenre gibt es davon auch mehr als in letzter Zeit bemerkt:

  1. Magonia und Aerie (Tabi)

Magonia von Maria Headley ist gerade erst im deutschen erschienen und begeistert zunächst vor allem mit einem tollen Cover. Die Farben, die Symbolik, hach! Alles passt zur Story, diesem tollen Märchen. Und ja, die Feder in diesem Stil ist vielleicht nicht das neuste Design auf diesem Planeten, aber es ist wundervoll eingebunden und passt – wie gesagt – perfekt zum Inhalt! Wer sich an der Ästhetik von „Magonia“ erfreuen kann, der sollte sich auch mal das zweite Buch der Reihe anschauen: „Aerie“ ist meiner Meinung nach fast sogar noch ein bisschen hübscher.

  1. A Gathering of Shadows (US Edition) (Tabi)

Lila Bard ist einer der coolsten Charaktere, die sich momentan in der Adult Fantasy Ecke so herumtreiben – und deshalb hat sie damit auch eins der tollsten Cover aus den letzten Jahren verdient! Die Cover der „A Darker Shades of Magic“ Reihe von Victoria Schwab sind ohnehin alle ziemlich hübsch – egal ob US oder UK Cover – aber mich begeisterte die US Edition von Band 2 besonders! Auch hier kam das unter anderem deshalb zu Stande, weil der Inhalt großartig dazu passte. Wer diese Reihe also noch nicht genauer unter die Lupe genommen hat – now is the time!

  1. Sylvain Neuvel – Sleeping Giants (Tabi)

Okay, jetzt mal alle kurz weggucken, denn „Sleeping Giants“ oder zu Deutsch ganz einfach nur „Giants“ ist momentan das einzige Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich weiß – mein SuB jammert mir quasi 24/7 die Ohren voll. Aber dafür hat die englische Ausgabe von Sleeping Giants auch ein absolut, absolut wunderschönes Cover. Nicht nur die Farben sind wunderschön – nein auch passen sie einmal mehr wunderschön zum Inhalt. Irgendwie dunkel und mysteriös und so, wie man sich die Roboter im Buch auch vorstellt. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten diese Ausgabe in meinem Bücherschrank stehen zu haben! (Und der Nachfolger „Waking Gods“ ist auch nicht zu verachten!)

  1. Daughter of Smoke and Bone (Julia)

Ein kurzer Blick ins Bücherregal und es wird gleich klar: Daughter of Smoke and Bone sticht aus der Menge heraus. Habt ihr euch die Cover überhaupt angesehen? Wundervoll! Obwohl sie das stereotypische Mädchengesicht enthalten, harmonisiert es perfekt mit den Farben und Zeichnungen auf dem Cover. Aber noch schöner sehen die Hardcover ohne Schutzumschlag aus. Zum Vorschein kommt genau das gleiche Bild, allerdings sieht es aus als ob es von Hand skizziert wurde. Ein Traum sag ich euch! Hier haben die Coverdesigner wirklich etwas richtig gemacht, denn die englische Versionen finde ich nicht einmal annähernd so atemberaubend wie die deutschen Cover!

2. Fantastic Beasts and Where To Find Them (Julia)

Jetzt muss ich es trotzdem auf die Liste nehmen: Fantastic Beasts and where to find them. Ja, das „S“ wurde nun mal einfach zu einem Beast verschönert, aber das ganze Cover an sich finde ich wundervoll. Es sieht aus wie ein kleiner Schatz mit seinem blauen Cover und der goldigen Schrift. Und ich LIEBE blau! Meine absolute Lieblingsfarbe!

3. Red Rising (Julia)

Last, but not least: Red Rising! Ja ich weiss ich geh euch mit meinem Gerede auf die Nerven, aber irgendwer muss euch schliesslich überzeugen die Bücher zu lesen. Mag sein, dass ich nicht ganz objektiv denken kann bei der Trilogie, aber die Cover passen hervorragend zum Inhalt. Ein brennender roter Flügel, ein in Flammen aufgehender goldener Kranz und eine Sichel. Ich finde die deutschen Cover sogar etwas schöner als ihre englischen Begleiter. Die Farben sind intensiver und leuchtender, die Flammen sind betonter und es spiegelt sich manchmal so wundervoll, aber nicht zu grell oder nervend. Nachdem ich die reihe beendet habe, fand ich die Cover sogar noch schöner, denn dann hatten Titel sowie die Symbole eine Bedeutung. *drowning in fangirl feels*

*

Und damit ist auch Volume 3 von „Tabi und Julias Wort zum Sonntag“ beendet! Es hat uns – wie immer – riesigen Spaß gemacht und wir hoffen, wir konnten euch mit diesem satirischen Einblick in die Cover Klischee Welt den Sonntag ein bisschen aufheitern!

Welche Cover Klischees fallen euch noch ein? Welche stören euch besonders und welchen verfallt ihr doch irgendwie immer wieder? Was sind eure Lieblingscover?

Lasst es uns wissen!

Eure Tabi und Julia ♥

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3 Gedanken zu “[Tabi und Julias Wort zum Sonntag]: Cover Klischees

  1. Hi ihr Beiden,
    hach, was für ein herrlicher Beitrag! 🙂
    Ich muss ehrlich zugeben, Bücher auf denen halbnackte Menschen zu sehen sind, fasse ich meistens nicht an. Es handelt sich zu großer Wahrscheinlichkeit um irgendwas mit Liebe, viel Nackt und dann auch noch ein wenig mystische Fantasy. No, thanks.
    Manchmal schaffen es die Verlage die Einzelbände von der Reihe abzuheben. „Der Menschenmacher“ von CodyMcFadyen sieht z.B. aus wie die Reihe vom Autor, zu dem das Buch aber nicht gehört. „Cop Town“ und „Die gute Tochter“ von Karin Slaughter heben sich dagegen ganz gut von den Reihen ab. Obwohl die Reihen an sich auch eine große Reihe sein könnten, vom Design her.
    Ein schöner Beitrag. Habt einen tollen Sonntag!
    Liebe Grüße,
    Elli

    Gefällt 2 Personen

    • Hallo liebe Elli,
      vielen Dank, wir freuen uns, dass wir dich gut unterhalten konnten 🙂
      Es stimmt leider – genau solche Klischees halten uns davon ab zu solchen Büchern zu greifen. Und obwohl meistens auch nichts dabei herum kommt gibt es doch leider auch ab und zu Bücher, die vom Cover her in diese Sparte fallen, vom Inhalt her aber gar nicht schlecht sind.
      Ja, es ist manchmal wirklich ein Drahtseilakt nicht alle Bücher vom gleichen Autor wie Einheitsbrei wirken zu lassen.
      Dir auch noch einen schönen Sonntag und vielen Dank für deinen Kommentar!
      Tabi

      Gefällt 1 Person

  2. Guter Artikel! Ich liebe euren sarkastischen Schreibstil. Und ja, es gibt nichts Schlimmeres als typische Cover Klischees, die immer wieder neu aufgewärmt werden. Besonders im YA Bereich und bei „typischen“ Frauenromanen wird das offenbar immer wieder gern gemacht. Ich finde es schade, wenn manche eigentlich gute Bücher ein billiges Allerweltscover verpasst bekomen oder eben ein Cover, dass einfach überhaupt nicht zum Inhalt passt. Obwohl ich mir bei „Bring the Sexy Back“ Covern (cooler Begriff übrigens 😉 eigentlich immer ausrechnen kann, dass das Buch nichts für mich ist.
    Ach ja, und bei eurer Erwähnung von Fantastic Beasts musste ich daran denken, wie gut mir die Harry Potter Cover (immer noch) gefallen. Ich finde, dass haben die Verantwortlichen bei jedem Band immer gut hinbekommen. Man sieht sofort, dass es sich um ein Harry Potter Buch handelt, aber die Cover nie völlig gleich. Gleichzeitig gibt es immer einen Hinweis auf die Geschichte selbst. Ich habe früher immer lange gerätselt, was das neue Cover zu bedeuten hat, wenn ein neuer Harry Potter Band rauskam.

    Gefällt 1 Person

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