[Tabi und Julias Wort zum Sonntag]: Das Genre – Orientierungshilfe oder Schubladen-Denken?

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Hallo, ich suche nach einem Buch!“

Welcher Buchhändler hat diesen Satz noch nie gehört? Es ist der offizielle Einleitungssatz für viele Kunden in einer Buchhandlung um ein Gespräch mit dem (potentiellen) Händler ihres Vertrauens zu beginnen.

Von diesem Punkt aus kann sich das Gespräch nun in alle möglichen Richtungen entwickeln: die Buchhändlerin oder der Buchhändler macht einen Witz darüber, dass man für dieses Unterfangen definitiv im richtigen Laden gelandet sei, es wird nach dem Anlass gefragt, ob es etwas bestimmtes sein soll (so wie zum Beispiel in diesem Sketch) oder – auch häufig der Fall – in welchem Genre es sich bewegen soll. Meist hat die Kundin oder der Kunde nämlich eine genaue Vorstellung in welche Richtung es gehen soll, egal ob es für den Suchenden persönlich oder als Geschenk gedacht ist. Dies ist nur ein Grund, warum Genre in der Buchhandlung Sinn machen. Es bietet die einfachste Möglichkeit, das Angebot zu sortieren und dem Kunden die Möglichkeit, gezielter zu suchen.

Doch was ist so ein Genre überhaupt? Gibt es offizielle Kategorien? Und machen Genre wirklich so viel Sinn oder halten sie uns am Ende davon ab Bücher zu finden, die uns hätten begeistern können, aber leider gerade in der „falschen“ Abteilung schlummern?

Julia und ich haben uns mit diesen Fragen auseinander gesetzt und sie für euch hier zusammen gestellt.

Volume V: Das Genre – Orientierungshilfe oder Schubladen-Denken?

Was ist eigentlich ein Genre?

[Disclaimer: dies ist nur eine oberflächliche Definition des Begriffs „Genre“ und keine tiefer gehende Analyse des Diskurses um den Begriff herum.]

Bevor wir in die tiefen der philosophischen Genre-Theorie eintauchen, lasst uns doch kurz einmal darüber sprechen, was ein Genre eigentlich ist. Und da wird es auch schon ein bisschen kompliziert: der Duden führt das Wort „Genre“ als Substantiv an, was eigentlich aus dem Französischen stammt. Wikipedia fügt an, dass die deutsche Übersetzung hierzu als „Gattung“ bezeichnet wird, diese sich jedoch auf verschiedene Ausprägungen der Kunst und journalistische Darstellungsformen – wie sie zum Beispiel der SPIEGEL ONLINE führt – beziehen, also nicht nur rein auf Literatur. In der Musik zum Beispiel sind Genre fast noch ein bisschen populärer als in der Literatur. Zu einem Genre gehört außerdem meist noch ein bisschen mehr dazu als eine bloße Ansammlung von Leuten, die das gleiche oder ähnliches macht. Nicht umsonst sind in vielen Genren zusätzliche Subgenre entstanden, die innerhalb eines Genres noch einmal genauer unterteilen und unterscheiden.

Egal ob Musik, Literatur oder Kunst: ein Genre wird also immer dazu genutzt, um zu kategorisieren und das in den verschiedensten Bereichen. Aber wie wird das nun getan? Und macht das wirklich so viel Sinn?

Sind Genre unbedingt als Schubladen anzusehen? Halten sie uns davon ab gute Bücher zu finden oder helfen sie uns?

Ich hätte gerne einen Krimi.“

Nichts leichter als das!, denkt sich da der Buchhändler oder die Buchhändlerin. Schließlich haben wir eine ganz Abteilung mit Krimis! Vorschläge werden gemacht, Ideen besprochen, aber irgendwann schüttelt die Kundin/der Kunde den Kopf: so etwas suche sie/er dann doch nicht. Irgendwas mit Liebe und ein bisschen Spannung, aber nichts mit einem Detektiv oder diesem Polizeikram.

Der Buchhändler/die Buchhändlerin stutzt kurz und wandert dann weiter zu den Romanen. Auch hier finden sich ein paar Beispiele mit Spannung – und mit der gewünschten Prise Liebe. Doch das Buch ist ganz klar als Roman – also sehr allgemein gehalten – gekennzeichnet, nicht als Krimi oder Thriller. Hätte der Kunde/die Kundin das Buch gefunden? Vermutlich (zumindest mit dieser Herangehensweise) nicht.

Es geht jedoch auch genau anders herum: jemand kommt in die Buchhandlung und fragt nach einem Thriller, der ähnlich denen von Dan Brown geschrieben ist. Der Buchhändler geht zielstrebig zum Thriller Regal und zieht ein paar Bücher heraus. Der Kunde/die Kundin sieht sich die Auswahl an und entscheidet sich schließlich für eines oder zwei. Hat das sortieren und suchen nach Genre hier Sinn gemacht? Definitiv!

Man sieht also: es geht in beide Richtungen. Gerade wenn man zielgerichtet sucht und schon relativ genau weiß, was man haben möchte, sind Genre einfach perfekt. Manchmal können sie auch dabei helfen, ein Buch für eine Bekannte/einen Bekannten zu finden.

Manchmal können Genre jedoch auch schwierig sein, wenn man eigentlich nach einem Buch sucht, von dem man glaubt, dass es in einem bestimmten Genre angesiedelt sei und dann doch ganz woanders zu finden ist. An dieser Stelle hilft meist ein Buchhändler.

Drehen wir die Sache jedoch noch einmal in eine andere Richtung merkt man, dass Genre mit Nichten immer nur ein Segen sind: bei Goodreads zum Beispiel kann man Bücher selbst in Kategorien stecken. Und da bleibt es selten bei einer Kategorie. Hier soll zum Beispiel einmal das Fantasy Genre angeführt werden, welches in sich in so viele Subgenres unterteilt ist, dass man darüber wohl eine ganz eigene Beitragsreihe schreiben könnte.

Als erstes Beispiel nehmen wir uns mal mein momentanes Buch „Falling Kingdoms“ von Morgan Rhodes vor. Als erster Band in einer langen Reihe, die als eine Art Game of Thrones geblurbt wird, würde ich persönlich dieses Buch in das Genre Fantasy stecken. Die Menschen auf Goodreads haben das Buch in der Überzahl in vier verschiedene Genre gesteckt: Fantasy, Young Adult (was eigentlich kein Genre war, sondern nur das Alter der Protagonisten beschreibt), Fantasy > Magic & Fantasy > High Fantasy. Hier werden also noch ein paar Optionen gegeben um dem interessierten Leser die Entscheidung für oder gegen das Buch zu erleichtern.

Das es aber auch noch sehr, sehr viel genauer geht, zeigt ein Band meiner Lieblingsreihe Kate Daniels von Ilona Andrews: Band 8, Magic Shifts, wird bei Goodreads unter 7 (!) ganzen Genre geführt, die am populärsten damit in Verbindung gebracht werden:

screenshot magic shifts
Screenshot Goodreads

Persönlich hätte ich Fantasy und Urban Fantasy auch unterschrieben, der Rest ist mir jedoch viel zu spezifisch und nimmt Teile des Buches für mich schon vorweg. Gut, nun hab ich mir hier auch einen Band ausgesucht, der relativ weit in der Reihe steht, also ist eigentlich schon fast klar, welche Themen hier angesprochen werden. Und trotzdem finde ich persönlich, dass solche genau eingegrenzten Genre einem fast schon zu sehr als Schublade vorkommen. Oben ist u.a. „Fantasy > Vampires“ genannt. Vielleicht mag ich eigentlich gar keine Vampire und nehme das Buch deshalb nicht auf, diese spielen aber in dem Buch selbst nur so eine kleine Nebenrolle und auf eine andere Art und Weise als in anderen Büchern, dass mich das vielleicht gar nicht gestört hätte. Meiner Meinung nach werden wir hier viel zu konkret – und halten uns manchmal auch davon ab, einfach mal ohne Vorbehalte stöbern zu gehen und Bücher zu entdecken, die wir so vielleicht nie gefunden hätten. Warum müssen Bücher im Vorfeld schon bis ins kleinste Detail kategorisiert werden?

Drehen wir das Genre-Perspektive-Karussell noch ein Stückchen weiter, sehen wir auch, dass Genre ab und zu mal zur Stigmatisierung genutzt werden. Sätze wie „Ach, du liest doch eh nur [hier Genre einfügen]!“ hat bestimmt auch schon der ein oder andere von euch gehört. Nicht zuletzt deshalb entstand im letzten Monat zum Beispiel auch dieser Tweet von Ellen:

Und selbst wenn man nur ein Genre liest – und? Manche Leser wissen eben, was sie wollen und fühlen sich darin wohl. Muss man ihnen deshalb irgendwelche Rechte absprechen oder sie als Leser betrachten, die literarisch nicht auf der gleichen Höhe sind wie andere? Nein. Auch Vorurteile gegenüber verschiedenen Genren kommen so ins Rollen – Hausfrauenromane, Fantasy ist nur für Nerds etc. – und Genre fördern hier tatsächlich das Schubladen-Denken. Und das auf beiden Seiten, wie ein Kommentar unter Ellens Tweet zeigt, denn so wie manche Leser nur nach Genre lesen, schreiben manche Autoren nur nach Genre, um bei einem bestimmten Verlag anzukommen oder einem bestimmten Bild ihres eigenen Schreib-Ichs gerecht zu werden. An dieser Stelle sind Genre also durch ihre Regeln und das dadurch entstehende Korsett eher hinderlich als förderlich.

Ist das Konzept Genre also hinfällig und braucht eine ‚Revolution‘? Oder auch: alternative Ideen

Auch Buchhandlungen und deren Online-Shops sind sehr stark nach Genres ausgerichtet, damit wir uns nach ihnen orientieren und passende Bücher kaufen können. Wie aber eine alternativ eingerichtete Buchhandlung aussehen könnte, habe ich hier mal aufgelistet.

Die Sortierung nach dem Alter. Bei Kinder- und Jugendbüchern ist diese Variante teilweise bereits umgesetzt, auch wenn die Genres ähnlich bleiben. Nun stelle man sich eine riesige Bibliothek vor, deren Bücher nach dem Alter sortiert sind. „Sie sind 30 Jahre jung? Drittes Regal von rechts!“ Was man dort finden würde: Babyromane, Bücher über Schwangerschaft und Familie. „Sie suchen für ihren 80-jährigen Grossvater ein passendes Buch? 2. Stockwerk, dort finden sie alles über das Thema Loslassen und sterben!“ Thriller würde man dort bestimmt nicht finden, schliesslich könnte der alte Opa vor lauter Spannung und Luftanhalten das Herz stehen bleiben!

Das Farbsystem. BuchhändlerInnen tun mir manchmal wirklich leid, wenn Kunden nach einem Buch fragen. „Es ist blau, mit weisser Schrift!“. Wie wäre also eine Buchhandlung mit Farbsystem? „Grün: dritte Etage. Gelbe Bücher, vorne links.“ Nach Farben sortierte Bücherregale finde ich immer sehr schön, für mich persönlich ist es aber nichts. Man müsste schliesslich Buchreihen trennen und das ist zumindest für mich ein riesen No-Go. Man stelle sich nun also besagte Buchhandlung mit Farbsystem vor. Im blauen Bereich findet man nach einer ewig langen Suche ein bestimmtes Buch. „Bereits erschiene Bücher der Autorin: Band 1 und Band 2.“ Na toll, und wie sehen die nun aus? Gelb? Blau? Oder doch rosa?

Chaos pur. Wir kennen Sie von Bücheraktionen oder Flohmärkten. Die Bücher sind wild verstreut in Pappkartons ohne System und Logik. Das wär doch mal was für eine Buchhandlung! Die Bücher einfach irgendwo hinzustellen! Als Kunde findet man so vielleicht den ein oder anderen Schatz, aber genau das Buch was man will, ist natürlich nirgends zu finden. Und so beginnt das Suchen der Nadel im Heuhaufen.

Das klassische: Alphabetisch. Also eigentlich wie gehabt, nur fallen eben die Genres weg. „Der Autor fängt mit einem D an, ganz sicher!“ Nun lasset die Suche beginnen!

Bestimmt gibt es noch andere Ideen, wie man Bücher sortieren könnte und meine Vorschläge sind nur zur Hälfte als Scherz gemeint. Wie man sieht bringen Genres eine gewisse Ordnung. Krimi Liebhaber müssen sich so nicht durch eine ganz rote Wand kämpfen, bis sie endlich DAS Buch in den Händen halten, was sie wollen. Genres sind also Fluch und Segen zugleich und man kann sich beschweren wie man will, sie bringen Ordnung in die Buchhandlungen und Bibliotheken. Falls ihr einen Gegenvorschlag habt: Immer her damit!

Gibt es eigentlich offizielle Genre?

Wenn wir eine Buchhandlung betreten oder nur schon im Online-Shop stöbern, die verschiedenen Genres springen einem sofort ins Auge. Willst du ein Fantasy Buch oder ein Krimi? Thriller oder Liebesroman? Oder wie wärs mit einem Romantasy?

Die Buchhandlungen wie auch Online-Shops haben oft dieselben Genres. Thriller, Krimis, Fantasy, Science-Fiction, Liebesromane, historische Romane, Sachbücher. Allerdings werden diese Genres erst ab einem gewissen Alter wirklich wichtig. Bei Bücher für Kinder und Jugendlichen wird nicht etwa nach Genre unterschieden, sondern nach dem Alter. Percy Jackson findet man so nicht etwas bei der Jugendbuchabteilung „Fantasy“, sondern „Jugendbuch ab 12 Jahren“. Bei Kinderbüchern machen Genres nun wirklich nicht viel Sinn. Meistens geht es um Liebe, Freundschaft, Moral, das Kind soll schliesslich noch etwas lernen. Allerdings ist beim Regal „Jugendbuch ab 12 Jahren“ immer ein grosses Chaos. Da steht Obsidian neben Warrior Cats, John Green Bücher neben Pierce Brown und zu allem übel ist auch Paper Princess dort vertreten. Ich lese gerne Jugendbüchern, aber sobald ich in die Pubertät kam war ich „zu cool“ um Bücher ab 12 Jahren zu lesen. Ich schämte mich jedes Mal aufs Neue wenn ich vor dem Regal stand und nach etwas neuem suchte. Wäre es also dort schon sinnvoll, nach Genre zu sortieren?

Aber zurück zu den offiziellen Genres. Sie bringen Ordnung in die Buchhandlung und im Online-Shop kann man sich besser orientieren. Aber sind diese aufgezählten Genres nun wirklich „offiziell“? Jein. Eine vorgeschriebene Liste gibt es leider nicht, aber mit diesen Hauptgenres hat man zumindest eine kleine Orientierung. Dumm nur, wenn man Bücher veröffentlicht, die man nicht genau zuordnen kann. Besonders bei Thrillern und Krimis hört man immer wieder, dass die Genres sich vermischen und zwar „Thriller“ draufsteht, es aber nichts anderes ist als ein Kriminalroman. Blöd für die Thriller Fans, schade für die Krimiliebhaber.

*

Genre helfen also durchaus die Buchhandlung und den heimischen Bücherschrank geordnet zu halten – zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Dass sie aber auf der anderen Seite in manchen Lebenslagen eher ein Schubladensystem und somit das Denken in Stereotypen fördern, haben unsere Beispiele auch gezeigt. Unsere Frage an euch deshalb: welche Genre/Konzepte wünscht ihr euch? Und wie sprecht ihr Genre eigentlich aus?

Bis bald,

eure Julia und Tabi

wzkbm

Frühere Ausgaben:
Volume IV: Wie Blogger unser Kaufverhalten beeinflussen
Volume III: Cover Klischees
Volume II: Buchverfilmungen
Volume I: Damsel in Distress in YA
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8 Gedanken zu “[Tabi und Julias Wort zum Sonntag]: Das Genre – Orientierungshilfe oder Schubladen-Denken?

  1. Huhu 🙂
    Ich spreche es französisch aus, weil eingedeutscht einfach furchtbar klingt 😀
    Ich fand euren Beitrag wirklich interessant. Im Buchhandel ist einfach nichts anderes zielführend als eine Genreaufteilung und ein gut informierter Buchhändler dazu! Spannend finde ich es, wie bibliophile Menschen ihre heimischen Bücherregale aufbauen. Bei mir ist es momanten thematisch, aber ich fühle mich versucht auf den aktuellen Trend aufzuspringen und alles farblich zu sortieren, wegen der schönen Optik. Ob ich so ein Buch schnell wiederfinde, wage ich aber zu bezweifeln…
    Da ist Genre bzw. Thema eben doch sinnvoller.
    VG Jennifer

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Jennifer!
      Ja, französisch, ne? Schohnre ist einfach wirklich schöner als Schenrre (A+ für Lautsprache!)
      Tatsächlich glaube ich auch, dass ein gut informierter Buchhändler das A und O ist, da bei mir mittlerweile die Genre Unterteilungen einfach nur noch zu Augenrollen führen, gerade bei den Jungen Erwachsenen und der Fantasy.
      Im Bücherschrank finde ich es auch super interessant. Da ists bei mir zum Beispiel momentan nach Englisch/Deutsch/Reihen/Standalones unterteilt 😀 Ist jetzt kein Regenbogen, aber so finde ich mich immerhin zurecht 🙂
      Einen schönen Sonntag dir!
      Tabi

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  2. Ein sehr interessantes Thema, das ihr euch da rausgesucht habt. So genau habe ich mir da eigentlich noch nie Gedanken gemacht, vielleicht auch, weil ich genau weiß nach was ich in Büchern suche. Klar, gehe ich da auch erst nach Genre, da ich vor allem Thriller / Krimi, Fantasy und Historische Romane bevorzuge, aber bei den Genre gibt es dann Dinge die ich mag und welche die nicht mag, da weiß ich also schon anhand des Klappentextes recht gut, ob das was für mich sein könnte. Aber ich finde es auch immer doof, wenn man sich aufgrund von Genres zu sehr einschränkt, auch wenn ich bevorzugte Genres habe, möchte ich mir da keine eigenen Einschränkungen setzten und bin tendenziell für alles offen. Am Ende geht es um das Buch an sich und da gibt es auch oft Bücher, die ich gar nicht so auf dem Schirm hatte, die mich dann aufgrund ihres Klappentexts ansprechen und nicht aus meinen beliebten Genres stammen.

    Was die Einteilung in Buchladen und Online anbelangt, da finde ich die Genres aber sinnvoll. Zumindest für mich. Interessant für manche wäre aber sicherlich auch eine Einteilung aber Alter, wobei man da ja dann auch wieder eine Einteilung vor nimmt. Denn auch wenn ich nicht mehr in die Kategorie Jugendlich falle, lese ich trotzdem noch gerne Jugendbüchern und so würde man ja auch wieder Schubladen schaffen, die halt dann einfach für Jugendliche, nicht Erwachsene hieße. Also jetzt mal weiter und vielleicht auch etwas überspitzt gedacht. Am Ende denke ich sind Genre was die übersicht anbelangt sicherlich die beste Variante um da was einzuteilen ;). Online liebe ich ja übrigens die Amazon vorschläge, da sind auch immer Schätze mit dabei, die meinem Geschmack entsprechen und die ich sonst vielleicht nie gefunden hätte. Manchmal macht Werbung auch Sinn xD.

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    • Hallo Nicole,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich finde es ziemlich cool, dass du so ein Gespür für das hast, was du lesen willst. Bei mir steht da nämlich zum Beispiel gerade Verwirrung an und in meinem „alten Genre“ finde ich kaum noch etwas, was mich reizt.
      Ja, gerade bei den Jugendbüchern und Young Adult ist es so ein Stigma geworden: das ist doch alles eh nur wegen Twilight, blah blah. Und in diesem Kontext sehen wir Genre problematisch.
      Manchmal macht Werbung auch Sinn, ist ein guter Slogan! 😀 Den sollten sich mehr Leute auf die Fahnen schreiben!
      Dir noch einen angenehmen Abend,
      Tabi

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  3. Hallo liebe Tabi,
    gute Diskussion – Du hast wirklich schlagende Argumente gebracht. Ich denke grundsätzlich zur Orientierungshilfe ist eine Genre-Einteilung vorteilhaft. Irgendwie muss man ja bei dem ganzen Angebot einen Überblick behalten und eine Eintsuffung schaffen um mit nur 1-2 Worten grob den Inhalt des Buches zu beschreiben.

    Welche Aufteilung ich in Buchhandlungen oft schwierig finde ist Fantasy / Science Fiction / Young Adult. Wenn es expliziertes Science Fiction, wie z.B. Krieg der Welten ist, ist die Einteilung leicht. Aber wohin packst Du ein Buch wie Conjuring of Lights in der Buchhandlung? Es steht bei meiner bei Fantasy … gehört aber auch zu Young Adult. Cassandra Clare steht wieder bei Young Adult, wäre aber Urban Fantasy … so manches entgeht dort glaub ich den tatsächlich Jugendlichen Lesern, weil gute Bücher bei Fantasy stehen oder auch Science Fiction und sie oft nur bei YA gucken. Ich bin alt genug um bei beiden zu gucken (und werd dafür komisch angeguckt, wenn ich zu Cassie Clare greife und jedes Mal gesagt bekomme: das ist ein Geschenk, richtig? … weil ich zu alt bin das zu lesen … ). Ich mag die Einstufung Young Adult nicht. weil sie eine zu große Schublade ist, in die einfach zu viel reinkommt. Aber ich verstehe, dass man aufzeigen muss, für welche Altersklassen das Buch geeignet ist … Aber wäre nicht nur Genre besser und dann eine Einteilung nach Altersklassen … Hmmm …

    Das von mir zu dem Thema, so ich muss weiterarbeiten. Wie heißt es doch so schön … lange Rede, eh kein Sinn!

    LG, Kati

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