[Review]: Acht Berge von Paolo Cognetti

Liebe Leserinnen, liebe Leser,IMG_20171029_221840.png

es wird mal wieder Zeit für ein Review. Diesmal von einem Buch, dass mich auf Anhieb mit seiner Beschreibung überzeugt hat – und dann auch gleich noch mit einem passenden Cover daher kam, das mich allein vom Anschauen glücklich machte! Die Erwartungen waren also hoch, vor allem, weil es auch noch um die großen Fragen des Lebens gehen sollte…

Ob das Buch meinen Erwartungen stand halten konnte – das seht ihr, wie immer, nach dem Sprung!

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Titel: Acht Berge

Autor: Paolo Cognetti

Erschienen: 11. September 2017

Verlag: DVA

Seiten: 256

Sprache: Deutsch

Preis: 20,00€

Rezensionsexemplar – Vielen Dank an DVA!

 

Inhalt:

Eine unerschütterliche Freundschaft. Ein Aufbruch ins Ungewisse. Die Sehnsucht nach Heimat

Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?

Quelle: Randomhouse

Meine Meinung:

„Acht Berge“ tut vor allem eins: es nimmt sich Zeit. Man spürt sofort, dass sich der Autor, Paolo Cognetti, ein oder zwei ganze Leben vorgenommen hat und das geht nicht mal eben so auf 20 Seiten Einleitung. Wir lernen Pietro und seine Eltern ausgiebig kennen, versuchen den wanderlustigen Vater ebenso zu verstehen, wie der eigene Sohn. Alles vor dieser wundervoll beschriebenen Kulisse der italienischen Berge. Eines Tages lernt Pietro dann Bruno kennen, ein ganz eigener Charakter und – so soll es sich später herausstellen – ein Freund fürs Leben.

Mit den Jahren gehen die Lebenswege der beiden auseinander. Pietros führt in die Welt, Brunos bleibt im Monte-Rosa Massiv. Und erst nach dem Tod von Pietros Vater verbinden sich die Wege der beiden wieder…

Ihr gemeinsames Großprojekt ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit – Pietro sucht so zum Beispiel nach wie vor noch einen Zugang zu seinem Vater – sondern auch eine Reflektion der beiden Leben. Die Stärke des Buches liegt hier ganz klar in Cognettis Sprache, die unaufgeregt und subtil nach dem Leben fragt. Und genauso bewegen sich Bruno und Pietro durch das Leben. Trotz aller Erfahrungen und Geschehnisse auf eine unaufgeregte Weise, die den Leser teilhaben und doch Zuschauer sein lässt. Cognetti überlässt einem scheinbar die Wahl und das ist wundervoll!

Insgesamt ist dieses Buch eine Ode an die Freundschaft, ein leises Lied auf unsere Verbindung mit der Vergangenheit und der Zukunft – und vor allem eine Hommage an all die unvergesslichen Momente, die wir erleben und zu denen wir dennoch nie wieder zurückkehren können.

Empfehlung für: Leser, die eine fein gewobene Geschichte über Freundschaft und das Leben lesen wollen & poetische Sprache vor der Kulisse eines Bergmassivs erleben wollen.

*

Wann habt ihr zuletzt ein Buch gelesen, dass sich ganz langsam, aber dann vollkommen in euer Herz geschlichen hat? Sind es für euch am liebsten große, bombastische Plottwists oder kleine, feine Veänderungen?

Lasst es mich wissen!

Eure Tabi ♥

 

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Ein Gedanke zu “[Review]: Acht Berge von Paolo Cognetti

  1. Liebe Tabi!
    Vom Inhalt klingt das super passend für mich, das ist genau mein Thema! Ich hatte das Buch neulich in der Hand, aber hatte schon so viel anderes zu kaufen, dass ich es liegen ließ. Ich würde es sehr gerne einmal probieren. Das Thema Freundschaft ist mir sehr wichtig! 🙂
    Liebe Grüße
    Katharina

    Gefällt 1 Person

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